1958 - 1983

Lingener Kammerorchester e.V.

1958 - 1983

 

 

1958

Im Jahre 1958 versammelten sich Instrumentalisten aus verschiedensten Berufen, die die Freude am gemeinsamen Musizieren verband, zu einem kleinen Kreis um Bernhard Talle, einem engagierten Musiklehrer, und begannen, ihrer Passion durch regelmäßige Probenarbeit einen lockeren organisatorischen Rahmen zu verleihen. Der Gedanke, mit dem Ergebnis der gemein-schaftlichen musikalischen Arbeit an die Öffentlichkeit zu treten, kam noch nicht auf. Die Begeisterung am Instrumentalspiel führte die Musiker zusammen, wer mitspielen wollte war willkommen.

Gezielte Probenarbeit allerdings festigte die spielerische Kompetenz, so dass es nicht ausblieb, dass diese instrumentale Gruppe im Laufe der Zeit zur würdigen musikalischen Ausgestaltung gemeinnütziger Veranstaltungen oder Feierstunden gebeten wurde.

 

1962

Auf diesem Wege wurde der Schritt in die Öffentlichkeit vollzogen und so entschloss man sich, durch Beifall und Anerkennung ermutigt, 1962 in einem ersten öffentlichen Konzert den Mitbürgern Einblick in die gemeinschaftliche musikalische Arbeit zu geben, ein erster kleiner Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt Lingen.

 

1964

Aus dem anfänglich kleinen Kreis interessierter Streicher hatte sich inzwischen ein stattliches Ensemble entwickelt. Durchführung und Finanzierung der häufigeren öffentliche Auftritte verlangten nach einer klaren Organisationsstruktur des Orchesters. Konsequenterweise entschloss man sich 1964, die Orchestervereinigung als eingetragenen Verein unter dem Namen „Lingener Kammerorchester“ in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Lingen eintragen zu lassen. Im gleichen Jahr wurde die Gemeinnützigkeit des Orchesters anerkannt.

 

1968

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Orchesters im Jahre 1968 wurde ein Festkonzert unter Mitwirkung des Chores der Pädagogischen Hochschule Vechta und dem Madrigalchor Vechta unter der Leitung von Professor Karlheinz Höfer organisiert.

In der Folgezeit lag der Schwerpunkt der musikalischen Arbeit in der Gestaltung geistlicher Konzerte. Insbesondere zum Jahresende hatten die Adventskonzerte einen besonderen Stellenwert, zumal bei diesen Konzerten auf die Mitwirkung von Chören der Region gebaut werden konnte. Mit diesen Chören entwickelte sich im Laufe der Jahre eine fruchtbare Zusammenarbeit. Dabei sind insbesondere die zahlreichen musikalischen Veranstaltungen mit dem Chor der ev. ref. Gemeinde in Lingen zu nennen.

 

1976

Mit dem Chor der ev. ref. Gemeinde in Lingen wagte sich das Orchester dann das erste Mal an die Aufführung des Weihnachtsoratoriums von Jahann Sebastian Bach.

Seit 1977 erweiterte sich das Orchester durch den Zuwachs vor allem von jugendlichen Bläsern zu einer sinfonischen Besetzung. Dadurch eröffnete sich die Möglichkeit, Werke bei der Probengestaltung auszuwählen, die man bis dahin nicht berücksichtigen konnte.

 

1983

Inzwischen konnte das Orchester auf 25 Jahre erfolgreiche musikalische Arbeit zurückblicken. Dies hieß im Besonderen auf 25 Jahre uner-müdlichen Wirkens von Bernhard Talle hinzuweisen, der mit sicherem Blick für das Machbare als begnadeter Pädagoge viele junge Menschen an die Musik herangeführt hat und mit dem Orchester auch ein Podium geschaffen hatte, auf dem sich Instrumentalisten, die die Musik zu ihrem Beruf machen wollten, ersten Aufgaben widmen konnten.

In diesem Sinne wurde das Festkonzert mit seinem abwechslungsreichen Programm zum Anlass genommen, auf ein gutes Stück Lingener Musikgeschichte zurückzublicken und den Dirigenten treffend kennzeichnend schrieb der Kritiker „Diese Festveranstaltung war ein aufschlussreicher Einblick in ein klingendes Lebenswerk“.

 

 

Bernhard Talle und das Lingener Kammerorchester 1983 beim Festkonzert zum 25-jährigen Jubiläum im Theater an der Wilhelmshöhe in Lingen